Zefferino Monini. So geht Marketing.

Eines muss man Zefferino Monini lassen. Marketing. Er beherrscht es noch besser als andere Giganten der Olivenölindustrie. Sein neuestes Inserat - zu bestaunen in den Zeitungen und Zeitschriften der Migros - beweist dies eindrücklich. Es sind Marketingaktionen wie jene, welche die Marke Monini sympathisch und vertrauenswürdig machen.



In seinem neusten Coup verspricht Zefferino Monini seinen Kundinnen und Kunden höchstpersönlich, heuer wieder rein italienisches Olivenöl extra vergine zu liefern (Classico & Delicato). Möglich machten es für die Olivenölproduktion perfekte Wetterbedingungen, wie der umbrische Ölbaron weiter ausführt.


Wir erinnern uns: Vor genau einem Jahr informierte "uns" der Patron des italienischen Grossabfüllers Monini mit stilistisch gleichem Inserat darüber, dass für seine Produkte Classico und Delicato Olivenöl aus Europa verwendet werden müsse, da Italiens Olivenölsektor unter schlechten Witterungsbedingungen und der daraus entstandenen Olivenfliegenplage gelitten hatte und die italienische Produktion infolge dessen gar um mehr als 50 Prozent einbrach. Ob seine öffentliche Information, auf Olivenöl aus Europa zurückgreifen zu müssen, den Monini-Umsatz in der Schweiz hat einbrechen lassen? Ich weiss es nicht. Ich kann es mir nur schwer vorstellen. Zu gut ist Moninis Image. Und ich muss ehrlich gestehen: Unter den Grossabfüllern hege ich zu Monini am meisten Sympathien.


So oder so: Obwohl Monini uns Konsumenten auch im letzten Jahr Qualität versprochen hatte, entsprachen das Classico und das Delicato meinem Dafürhalten nach nicht dem Standard für Extra Vergine. Sie waren für mich deutlich fehlerhaft. Wie sich die neuen Öle von Monini schlagen, kann ich noch nicht beurteilen. Bisher hatte ich sie noch nicht auf meinem Tisch.